Live Escape Room Spiele

Erfahrungsbericht: Escape Quest Sherlock

An dieser Stelle würde ich gerne meine zweite Erfahrung mit einem Escape Room mit euch teilen.
Wir waren bei Escape Quest in Zürich und haben uns prompt für den schwersten Quest entschieden. Geschah natürlich völlig ahnungslos, wir mögen einfach Sherlock, habe ich doch auch vor kurzem die Serie Sherlock von Steven Moffat und Mark Gatiss begonnen (übrigens absolut sehenswert, insbesondere wegen Cumberbatch). Auf den Schwierigkeitsgrad haben wir gar nicht geachtet …

Gut, gebucht war es und wir wollten uns natürlich nicht davon abschrecken lassen. Sprach doch unsere Erfolgsquote von 100% (nach nur einem Spiel) für uns. Zu viert machten wir uns nach einem schönen Znacht am Zürisee auf den Weg zu unserem Termin um 20:40. Erscheinen soll man ja immer 10 Minuten früher, und als gute Schweizer packten wir nochmals 5 Minuten drauf und waren um 20:25 dort.

Das Rätsel begann vor dem Eingang

Zuerst war ich vom Eingang etwas enttäuscht; da war der in Winterthur doch etwas „abenteuerlicher“. Aber immerhin gab es keinen Zweifel, dass wir richtig waren: Es gab eine Klingel mit der Aufschrift „Escape Quest“ sowie ein Meetingpoint-Zeichen. Nach den ersten beiden Klingeln war ich doch etwas beunruhigt, da sich niemand meldete und nur die Gegensprechanlage komisch knackste. War das Reinkommen etwa schon das erste Rätsel?
Wir warteten noch unsere 5 Minuten ab, bis wir offiziell „zu spät“ waren und klingelten nochmals. Aus Tatendrang heraus, da ich mich doch recht auf das Quest freute, habe ich sogar noch angerufen. Niemand hat abgenommen. Meine Mitspielerinnen hatten es sich zwischenzeitlich auf dem Boden bequem gemacht. Etwas ratlos stand ich vor der Gegensprechanlage mit der Kamera und schaute durch die Glastür in die Garage. Zum Glück sah ich da, dass uns eine Gruppe entgegenkam, und wurde nicht zu „drastischen Massnahmen“ gezwungen 😉

Der Typ, der die andere Gruppe hinausgeleitete entschuldigte sich dann auch für die Verzögerung und versicherte mir, dass er alle meine komischen Faxen durch die Kamera auch gesehen habe (daher ein Hinweis: die Kamera funktioniert) und ob wir ihn denn nicht gehört haben. Nein, hatten wir nicht. Obwohl, da war ja ein Knacksen … Falls ihr ebenfalls hingeht, eine Frage an euch: Funktioniert die Gegensprechanlage wieder?

 

Vorbereitung ist die halbe Miete

Zuerst begann es mit dem obligaten Ausfüllen des Haftung- & Kontaktzettels: wir dürfen nichts kaputt machen und unsere Kontaktdaten für Werbezwecke angeben. Danach wurde ich gebeten, die Spielanweisung für die anderen laut vorzulesen. Noch das Gepäck verstauen und los ging es. Dachte ich zumindest.
Es begann die Einweisung in eine Nerf-Gun. Nun gut, wir sollen damit ja auch niemanden verletzen. Aber gut zu wissen, dass wir irgendwo draufschiessen müssen. Schliesslich ist es ein 5-Stern-Rätsel, ich nehme also alle Hinweise die ich kriegen kann.
Weiter ging’s mit Anweisungen zur Verwendung des iPads: Nichts installieren, nichts löschen! Dann eine Erklärung der zu verwendenden Apps.
Dann gingen wir endlich in den Raum! Ich will euch nicht zu viel darüber verraten, nur soviel: es sah sehr Sherlock-mässig aus. Mich hat’s gefreut. Dann ging unser Aufpasser, Hinweisgeber und Helfer den Raum durch. Was wir alles nicht abreissen, von der Wand hängen, öffnen oder anfassen sollten. Es war ne ganze Menge. Sie haben sehr wahrscheinlich schlechte Erfahrungen gemacht. Es gab auch Stopp-Kleber, da durften wir dann auch nichts anfassen. Ich frage mich ja ernsthaft, was unsere vielen Vorgänger alles schon auseinander genommen haben. Hier die wahrscheinlich bessere Frage: was nicht?
Dann ging’s dann endlich tatsächlich los. Wir kehrten die grosse Sanduhr auf den Kopf und die Tür wurde hinter uns geschlossen.

 

Vernichtend geschlagen

Am Anfang noch etwas aufgeregt haben wir trotzdem voller Tatendrang das Zimmer durchsucht. Wo versteckten sich die Rätsel?
Natürlich werde ich euch hier nichts verraten, wäre ja auch langweilig. Was ihr der Überschrift schon entnehmen könnt ist, dass wir … naja … vernichtend geschlagen wurden. Es gelang uns leider nicht innerhalb den 60 Minuten aus dem Raum zu entkommen. Der Betreuer sagte uns im Anschluss, dass wir doch gut waren: der Raum habe eine Erfolgsquote von 10% und nur 4 Team haben den Raum bisher ganz ohne Hinweise geschafft. Schmälerte die Demut aber nur ein bisschen. Wir haben so um die 4 bis 5 Mal um Hilfe gebeten.
Um unsere Neugierde zu stillen, hat er uns beschrieben, wie’s weiter gegangen wäre und welche Rätsel wir noch vor uns gehabt hätten. Ich würde sagen, wir waren zu ca. 65% durch.
Zum Schluss gab es noch ein Foto, das wir uns dann auf Facebook anschauen konnten. Ich finde ja, wir sehen aus wie Sieger. Das haben wir hinbekommen 😉

Fazit

Der Raum hat wirklich sehr viel Spass gemacht. Die 5 Sterne für den schwierigsten Raum hat er meines Erachtens auch verdient, wobei ich das nach erst 2 Räumen noch nicht abschliessend beurteilen kann. Die Rätsel waren toll und auch wirklich knifflig. Leider muss ich aber auch sagen, dass sie mich zwischendurch enttäuscht haben. Wir hatten dreimal die Rätsel relativ schnell durchschaut, wussten also, wie wir zur Lösung kommen, hatten dann aber mit der Umsetzung Mühe, was uns viel Zeit gekostet hat. Als Beispiel kann ich da vielleicht eine Übersetzung anführen. Sagen wir, dass wir einen langen Text in einer Fremdsprache haben und das Auffinden des Übersetzungsbuchs das Rätsel ist. Dann verbringt man aber noch viel Zeit mit dem Nachschlagen der einzelnen Wörter, was dann nur noch Fleissarbeit ist. Da hätte man meiner Meinung nach lieber ein Rätsel mehr eingebaut und bei der Ausführung gespart.
Damit möchte ich aber auf keinen Fall das Quest schmälern! Wir hatten eine super Stunde, die im Flug verging und ohne Hilfe hätten wir das eine oder andere Rätsel wohl nicht gelöst. Wir werden wieder kommen und einen zweiten Quest bei Escape-Quest lösen, wahrscheinlich aber dann erst mal ein 3-Stern-Raum.

Deine Erfahrungen

… ich freue mich auf deine Erfahrungen mit dem Raum. Wie viel habt ihr geschafft? Oder gehört ihr sogar zu den Genies der 10%-Gruppe? Lasst es mich unten in den Kommentaren wissen.

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